Prüfplan für Elastomerteile: Was wirklich zählt
Härte, Dichte, Compression Set, Alterung & Quellung: So erstellen Sie einen effizienten Prüfplan – auditsicher und praxistauglich (QS, ISO 9001, Labor).
- Must-haves für fast jedes Elastomer-Teil: Härte, Abmessungen, Sichtprüfung + ein funktionsnaher CS- und Medien-/Quelltest.
- Audit-sicher wird der Prüfplan erst mit klaren Regeln: Stichprobe, Grenzwerte, Prüfmittel, Reaktionsplan, Rückverfolgbarkeit.
- Statistik pragmatisch: Wareneingang (AQL/Losprüfung), Prozess (SPC/Trends), Abnahme (Erstmuster/CoC) – nicht alles an jeder Charge.
- CS (Druckverformungsrest) ist für Dichtfunktionen oft der wichtigste Lebensdauer-Indikator bei Temperatur.
- Alterung & Quellung immer mit realen Medien/Temperaturen prüfen – Laborwerte ohne Einsatzprofil sind selten belastbar.
Prüfplan Elastomerteile – welches Material/Verfahren wofür?
Matrix: schnelle Auswahl nach Medium & Temperatur – Prüfplan Elastomerteile
Compression Set – kurz erklärt
Relevante Normen & Zulassungen – Prüfplan Elastomerteile
Auslegungs-Checkliste
Mini-Berechnungen & Parameter
Use Case & typische Fehlerbilder
Externe Quellen
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Prüfplan Elastomerteile: Steckbriefe typischer Prüfmerkmale
1Prüfplan Elastomerteile – welches Material/Verfahren wofür?
Kurzantwort: Setzen Sie Prüfungen dort an, wo sie Funktionsrisiken direkt abdecken: Härte (Montagekraft/Kompression), Dichte (Chargenkonstanz), CS (Dichtfunktion über Temperatur/Zeit) und Alterung/Quellung (Medienkontakt). Alles Weitere ist „bedarfsgesteuert“ – abhängig von Anwendung, Reklamationskosten und Prozessfähigkeit.
Für Serienumfelder mit hoher Variantenvielfalt lohnt ein standardisiertes Vorgehen (Vorlage + Baukasten). In der Praxis entstehen auditsichere Prüfpläne, wenn QS, Fertigung und Labor dieselbe Sprache sprechen – inklusive Prüfmittelverwaltung und Rückverfolgbarkeit gemäß ISO-9001-Logik.
Tipp aus der Praxis: Wenn Ihre Elastomerteile in typischen Industrieumgebungen laufen, orientieren Sie die Prüfschwerpunkte an den häufigsten Lastfällen im Elastomer-Technik im Maschinenbau-Kontext (Temperaturspitzen, Schmierstoffe, dynamische Anteile).
2Matrix: schnelle Auswahl nach Medium & Temperatur – Prüfplan Elastomerteile
Kurzantwort: Je „heißer“ und je „chemischer“ die Anwendung, desto wichtiger sind CS, Alterung und Quellung. Für rein mechanische Dämpf-/Schutzfunktionen reicht oft ein schlanker Plan aus Sichtprüfung, Härte und Maßprüfung.
Für angrenzende Anwendungen und typische Lastfälle hilft der Überblick über Branchenanforderungen auf der Märkte-Übersicht.
| Anforderung / Risiko | Härte | Dichte | CS | Alterung | Quellung | Statistik / Abnahme |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dichtfunktion statisch (Temperatur) | ++ | + | +++ | ++ | + | Losprüfung + Trend (CS) |
| Medienkontakt (Öl, Reiniger, Kühlmittel) | + | + | ++ | ++ | +++ | Einsatzmedien definieren + Grenzwerte |
| Gewicht/Masse & Chargenkonstanz | + | +++ | o | o | o | SPC/Trend bei Dichte/Härte |
| Hitzespitzen / Ofennähe | + | + | +++ | +++ | + | Funktionsnahe Temperatur & Zeit |
3Compression Set – kurz erklärt
Kurzantwort: Der Compression Set (Druckverformungsrest) beschreibt, wie viel bleibende Stauchung nach definierter Kompression, Zeit und Temperatur übrig bleibt. Je kleiner der CS, desto stabiler hält die Dichtung ihre Anpressung – und desto geringer ist das Risiko schleichender Leckage.
- Temperatur treibt CS: Planen Sie mindestens einen „Hotspot“-Test (Worst Case) ein.
- Zeitfenster definieren: Kurztest für Freigabe, Langtest für Lebensdauerhypothese.
- Vergleichbarkeit sichern: Immer gleiche Prüfkörpergeometrie, Kompression und Konditionierung.
4Relevante Normen & Zulassungen – Prüfplan Elastomerteile
Kurzantwort: Normen helfen, Prüfungen vergleichbar zu machen – sie ersetzen aber nicht das Einsatzprofil. Halten Sie im Prüfplan fest: Normreferenz, Abweichungen (falls nötig), Prüfmittel, Probenkonditionierung und Dokumentation.
- Härte: Shore/IRHD nach gängigen Elastomer-Normen (Methode immer explizit angeben).
- Dichte: über Standardverfahren zur Dichtebestimmung (Wasserverdrängung/pyknometrisch je nach Probe).
- CS: Druckverformungsrest nach einschlägigen CS-Standards (Temperatur/Kompression/Zeit als Mussangabe).
- Alterung & Medien: thermische Alterung + Medienlagerung (Service-Medien bevorzugt).
Für Datenblätter, Konformitäten und materialbezogene Nachweise bündeln wir Dokumente im Download-Bereich; Einblick in unser Qualitätsmanagement (ISO 9001:2015) finden Sie unter Über REIKA. Bitte Aktualität der jeweils gültigen Normfassungen prüfen.
5Auslegungs-Checkliste
Kurzantwort: Ein Prüfplan ist dann effizient, wenn er Ihre Top-5-Risiken abdeckt und gleichzeitig prozessfähig bleibt. Nutzen Sie die Checkliste als „Vorlage“, um die Prüfmerkmale sauber zu begründen und im Audit schnell zu verteidigen.
6Mini-Berechnungen & Parameter
Kurzantwort: Ein kleiner Statistik- und Dokumentationsblock macht Ihren Prüfplan deutlich belastbarer – ohne ihn zu überfrachten.
- Einfaches Trend-Tracking: Härte und Dichte als Zeitreihe (Charge/Datum) – Abweichungen früh erkennen.
- CS-Auswertung: Ergebnis immer mit Temperatur/Zeit/Kompression dokumentieren; „besser/schlechter“ nur bei identischen Bedingungen.
- Prüfplan-Template (Baukasten): Merkmal · Norm/Methode · Prüfmittel · Stichprobe · Grenzwerte · Frequenz · Dokument · Reaktionsplan.
7Use Case & typische Fehlerbilder
- Fehlerbild: Leckage trotz i.O. Härte → CS zu hoch / Kompression im Einbau zu gering / Temperaturspitzen unterschätzt.
- Fehlerbild: Aufquellen/Versprödung → Medienwechsel (Reiniger/Additive) nicht im Quelltest abgebildet.
- Fehlerbild: Chargenschwankung → Dichte/Härte-Trends fehlen, Rezeptur-/Prozessdrift bleibt unentdeckt.
REIKA unterstützt von der Rezeptur über Fertigung bis QS – alles aus einer Hand, mit eigener Mischerei (>200 Rezepturen), ISO 9001:2015 und zuverlässiger Lieferung „Made in Germany“ (Karlsruhe).
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